Kennzahlen

Überblick über das Geschäftsjahr 2020

Jedes Jahr veröffentlicht DSW21 einen Konzern-Geschäftsbericht für das Vorjahr. Wir haben alle Geschäftsberichte im Web zur Einsicht hinterlegt.
Zudem gibt es die Textfassung des Konzernberichtes 2020 hier zum Lesen online.
Zudem findet ihr hier auch alle Ausgaben seit 2014 zur Durchsicht, zum Download.

Mobilität und Logistik

Mobilität und Logistik
DSW21 – ÖPNV

Zur Ermittlung der wirtschaftlichen Aussagekraft und der operativen Leistungsfähigkeit von DSW21 wird das EBIT herangezogen. Dieses lag im Geschäftsjahr 2020 bei 47,7 Mio. €, was eine Verbesserung gegenüber dem Plan von 20,8 Mio. € bedeutet. Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein EBIT in Höhe von 30,8 Mio. € ausgewiesen.

Das Geschäftsjahr 2020 hat DSW21 mit einem Jahresergebnis von -18,4 Mio. € abgeschlossen. Das Jahresergebnis ist insbesondere durch die um 74,7 Mio. € höheren Erträge aus Beteiligungen, durch eine Wertberichtigung auf die Anteile an der KSBG von 50,0 Mio. €, durch die um 2,8 Mio. € geringeren Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen (38,9 Mio. €) sowie durch eine um 11,4 Mio. € höhere Verlustübernahme von Dortmund Airport (21,8 Mio. €) geprägt. Das Jahresergebnis liegt um 11,3 Mio. € unter dem geplanten Ergebnis in Höhe von -29,7 Mio. €. Hierzu hat insbesondere das Finanzergebnis beigetragen.

Zum 31. Dezember 2020 nutzten 86.109 Abonnent*innen das umweltfreundliche Mobilitätsangebot von DSW21. Zum Vorjahresstichtag waren es 94.331.

Im Berichtsjahr kauften 23.777 Kund*innen ein Ticket2000, 13.154 ein Ticket1000, 40.858 ein Abo im Schüler- und Ausbildungsverkehr, 2.816 ein BärenTicket und 5.504 ein FirmenTicket. Der Rückgang der Abonnent*innen ist insbesondere auf Corona zurückzuführen. Das rechnerische Fahrgastaufkommen lag im Geschäftsjahr 2020 infolge der Pandemie mit 104,5 Mio. um -20,1 % (-26,2 Mio. Fahrten) in allen Segmenten unter dem Niveau des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2020 konnten Corona-bedingt keine Verkehrszählungen zur Ermittlung eines betriebsindividuellen Schwerbehindertenquotienten (SQB) durchgeführt werden. Als Folge daraus erhält DSW21 lediglich Ausgleichszahlungen in Höhe des Landesprozentsatzes von 3,66 % beziehungsweise in Höhe von 3,5 Mio. €. Im Vorjahr hat DSW21 noch einen SBQ von 7,43 % ermittelt.

Die Einnahmen aus diesen und weiteren Ticketverkäufen können nur einen Teil der Kosten decken, die bei der Erbringung des öffentlichen Nahverkehrsangebotes bei den Verkehrsunternehmen anfallen.

Das Verkehrsergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2020 auf -55,0 Mio. € und liegt damit 3,7 Mio. € unter dem Vorjahresergebnis von -51,3 Mio. €. Gegenüber dem Plan konnte eine leichte Verbesserung von 1,9 Mio. € erzielt werden.

Die Corona-Pandemie macht sich insbesondere bei den Erlösen aus dem Fahrausweisverkauf bemerkbar. Infolge des Fahrgastrückgangs sowie des unterbrochenen Barverkaufs in Bussen sowie im Kundencenter ist in diesem Segment ein deutlicher Rückgang sichtbar. Auch bei den Zeitkarten sind Abo-Pausen und Kündigungen eingegangen. Der Aufwanddeckungsgrad beläuft sich auf rund 72 % (Vorjahr 74 %).

Die Betriebsleistung von DSW21 stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 % auf 24,4 Mio. NutzWagen-km. Das lag im Wesentlichen an den täglich 441 Fahrten, die aufgrund der CoronaPandemie zusätzlich angeboten wurden.

Dortmund Hafen
An Dortmund Hafen ist DSW21 mit 98,33 % beteiligt. Gegenstand der Gesellschaft sind der Bau und der Betrieb von Häfen und Eisenbahnen sowie die Wahrnehmung aller mit dem Betrieb und der Verwaltung von Häfen und Eisenbahnen zusammenhängenden Geschäfte.

Das Jahresergebnis in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €) wurde aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages zwischen Dortmund Hafen und DSW21 abgeführt.

Dortmund Hafen verzeichnete im Geschäftsjahr 2020 einen Güterumschlag von 2,13 Mio. t gegenüber 2,14 Mio. t im Vorjahr. Die größte Abweichung gegenüber dem Vorjahr ist aufgrund der andauernden weltweiten Eisen- und Stahlkrise (-69 Tsd. t beziehungsweise -68 %) zu verzeichnen. Die Gütergruppen Importkohle (+33 Tsd. t beziehungsweise +49 %) sowie Baustoffe (+35 Tsd. t beziehungsweise +13 %) weisen dagegen die höchsten Zuwächse auf.

Dortmund Hafen verwaltet im Hafengebiet neben eigenen Grundstücken auch Flächen der Stadt Dortmund sowie der DE Infrastruktur. Die aus Einnahmen aus dem Hafenbetrieb sowie aus Leistungen für Dritte resultierenden Umsatzerlöse in Höhe von 3,5 Mio. € liegen annähernd auf Vorjahresniveau (3,6 Mio. €). Gegenüber Plan ist eine Steigerung von 76 Tsd. €, insbesondere durch eine Erhöhung bei Mieten und Pachten (+87 Tsd. €), zu verzeichnen.

Dortmund Airport
Gegenstand des Unternehmens sind der Ausbau und der Betrieb des Verkehrsflughafens Dortmund. Das Unternehmen dient ausschließlich der Förderung des öffentlichen Luftverkehrs.

Aufgrund der Corona-Pandemie erreichte der Flughafen Dortmund ein Gesamtpassagieraufkommen von rund 1,2 Mio. und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert (2,7 Mio.). Das entspricht einem Gesamtpassagierrückgang von -55,1 % gegenüber 2019. Im Geschäftsjahr 2020 war Wizz Air mit rund 0,9 Mio. Fluggästen die Gesellschaft mit dem höchsten Passagiervolumen. Ryanair belegte im Ranking mit 0,18 Mio. Passagieren Platz zwei, gefolgt von Eurowings (0,07 Mio.) und easyJet (0,01 Mio.). Im Jahresvergleich war ein Rückgang der Flugbewegungen im Linienverkehr von 17.681 in 2019 auf 10.535 in 2020 (-40,4 %) zu verzeichnen. Nachfragestärkste Ziele in 2020 waren Kattowitz, gefolgt von Bukarest, Sofia und München.

Der Dortmund Airport erzielte ein Jahresergebnis vor Ergebnisübernahme von -21,8 Mio. € (Vorjahr: -10,4 Mio. €). Dies entspricht einen Rückgang um 110,04 %.

Das EBITDA lag im Geschäftsjahr 2020 bei -15.995 Mio. € (2019: -3.741 Mio. €).

H-BAHN21
Das Geschäftsjahr 2020 schließt trotz einer um 40 % gesunkenen Gesamtfahrleistung der H-Bahn mit einem um 62,9 Tsd. € auf 2,1 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €) gestiegenen Umsatz ab. Hauptursache hierfür war die berechnete Ausgleichszahlung von Fahrleistung der Gesellschafterin DSW21.

Dortmund Logistik GmbH
Gegenstand der Gesellschaft sind der Erwerb von Grundstücksflächen auf dem Gelände der früheren »Westfalenhütte« in Dortmund, deren Entwicklung zu einem Logistikstandort und die Vermarktung.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden rund 0,7 Mio. t Böden angenommen. Damit wurde das Vorjahresniveau in etwa erreicht. Die erzielten Erlöse aus Bodenannahmen liegen mit rund 8,0 Mio. € geringfügig unter dem Vorjahresniveau von rund 8,4 Mio. € (-4,9 %). Der Einbau erfolgte zu etwa 73 % in die Baufelder, der Rest in die Grünfelder. Die Gesamttonnage der angenommenen Böden seit Beginn der Maßnahme beträgt rund 4,8 Mio. t.

Die Entwicklung der Gewerbefläche zur Veräußerung erfolgt in mehreren Teilabschnitten beziehungsweise Baufeldern.

Im Jahr 2017 wurden die Baufelder 1 und 2 (ca. 16 ha) an ProLogis verkauft. Der Bodenaufbau wurde fertiggestellt. Die Übergabe des Baufelds 1 erfolgte planmäßig im April 2020. Die Erschließungsarbeiten Kanal und Straße wurden fertiggestellt und an die Stadt Dortmund übergeben. Nachrangige Restarbeiten können erst nach Abschluss der Hochbauarbeiten fertiggestellt werden. Die verlegte Rüschebrinkstraße (jetzt: Sinterstraße) wurde zu Beginn des Jahres 2020 für den Verkehr freigegeben. Sinterstraße und Walzwerkstraße (Planstraße A) wurden öffentlich gewidmet.

An die Deutsche Bahn konnte eine Teilfläche von 5.770 m² verkauft werden. Die Gesellschaft verfügt nun noch über kleinere Restflächen von ca. 5.765 m², die teilweise außerhalb des Bebauungsplans liegen.

Das Geschäftsjahr 2020 schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von rund 6,8 Mio. € (Vorjahr: 5,6 Mio. €) ab. Die Umsatzerlöse betragen rund 16,4 Mio. € und stammen zu etwa einem Drittel aus Grundstücksverkäufen und im Übrigen aus der Bodenannahme.

Energie und Wasser

Konzernlagebericht Energie und Wasser
DEW21
Zum 31. Dezember 2020 hielt die Dortmunder Stadtwerke Holding GmbH mittelbar über DSW21 und die Dortmunder Stadtwerke Beteiligungsgesellschaft mbH 60,1 % der Geschäftsanteile von DEW21. Im Berichtszeitraum erfolgte ein Wechsel des Mitgesellschafters von DEW21. Die von innogy SE gehaltenen Anteile in Höhe von 39,9 % sind an die E.ON-Tochtergesellschaft innogy Westenergie GmbH übergegangen. Zwischen DSW21 und DEW21 besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Im Geschäftsjahr 2020 übernahm DSW21 inklusive der Steuerumlagen 38,5 Mio. €.

DEW21 erzielte in 2020 ein Ergebnis vor Ertragssteuern von 52,1 Mio. €, das damit um 7,6 Mio. € über dem Vorjahresniveau und um 4,5 Mio. € beziehungsweise 19 % über Plan (47,6 Mio. €) lag. Zwischen DEW21 und der am 1. Januar 2015 gegründeten großen Netzgesellschaft DONETZ besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. DEW21 vereinnahmte hierdurch ein Ergebnis in Höhe von 32,6 Mio. €, was einer Verminderung in Höhe von 3,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr entsprach. Die gesamten Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen bei DEW21 beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 46,7 Mio. € und fielen damit um 11,8 Mio. € (33,8 %) höher aus als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte DONETZ das Investitionsvolumen um 2,3 Mio. € auf 53,8 Mio. €.

KEB – RWE
Unternehmerischer Gegenstand der KEB Holding AG (KEB) sind der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen aus dem Energiesektor, insbesondere an der RWE AG. Die Holding GmbH hält über DSW21 65,12 % der Anteile an der KEB. Auf DSW21 entfallen in der KEB nach Zukauf von 880 Tsd. Aktien im Jahr 2020 24,5 Mio. Aktien von RWE.

Da RWE im Geschäftsjahr 2020 eine Kapitalerhöhung in Höhe von 2,0 Mrd. € vorgenommen hat, entspricht dieser Anteil rund 3,6 % des Aktienkapitals, bezogen auf die Gesamtanzahl von etwa 615,6 Mio. RWE-Aktien. DSW21 hält selbst 5.840 RWE-Aktien.

Im Geschäftsjahr 2020 hat DSW21 eine Dividende in Höhe von 11,3 Mio. € bei einer Dividendenhöhe von 0,80 €/Aktie vereinnahmt. Weiterhin hat DSW21 im Geschäftsjahr 2020 eine Ausschüttung aus den Gewinnrücklagen der KEB in Höhe von 75,0 Mio. € veranlasst. Der Ertrag wurde anschließend wieder eigenkapitalverstärkend durch DSW21 in die KEB eingebracht.

Der RWE Konzern hat im Geschäftsjahr 2020 ein bereinigtes EBITDA von 3,2 Mrd. € (2019: 2,5 Mrd. €) und ein bereinigtes EBIT von 1,8 Mrd. € (2019: 1,3 Mrd. €) erzielt.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich das bereinigte EBITDA um rund 38 % (+504 Mio. €) erhöht, was maßgeblich aus einer stark gestiegenen Stromproduktion von 29,7 Mrd. kWh aus erneuerbaren Energien resultiert. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber Vorjahr von 13,3 Mrd. kWh.

Die Eigenkapitalquote hat sich, vor allem infolge der Kapitalerhöhung im August 2020, gegenüber dem Vorjahresniveau auf rund 29,1 % verbessert. Für das Geschäftsjahr 2020 wird eine ordentliche Dividende in Höhe von 0,85 €/Aktie ausgeschüttet, für 2021 wird eine Dividende in Höhe von 0,90 €/Aktie angestrebt.

WGW – GELSENWASSER
Gegenstand des Unternehmens sind der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen auf dem Wasser- und Energiesektor – insbesondere an der GELSENWASSER AG. Die Stadtwerke Bochum Beteiligungsgesellschaft mbH und die Dortmunder Stadtwerke AG halten jeweils 50 % der Kommanditanteile an der Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG (Holding KG). Die Holding KG hält sämtliche Anteile an der Wasser und Gas Westfalen GmbH (WGW). Zwischen der Holding KG und der WGW besteht ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag.

Die WGW hält zum 31. Dezember 2020 unverändert einen Anteil von 92,93 % an der GELSENWASSER AG. Dieser Anteil entspricht 3.194.600 Aktien. Zwischen der WGW und der GELSENWASSER AG besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Es sind zwei nebenamtliche Geschäftsführer bestellt.

Die Umsatzerlöse der GELSENWASSER AG verminderten sich im Berichtsjahr um insgesamt 39,9 Mio. € auf 2.222,9 Mio. €. Dieser Rückgang resultiert ausschließlich aus geringeren BruttoErlösen aus dem Gasverkauf als Folge geringerer Marktpreise. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 1,8 Mio. € auf 86,4 Mio. €. Vom Ergebnis nach Steuern in Höhe von 76,1 Mio. € werden 72,1 Mio. € an die WGW abgeführt. 4,0 Mio. € werden in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die Bilanzsumme der GELSENWASSER AG stieg im Geschäftsjahr 2020 um 36,8 Mio. € auf 1.007,6 Mio. € an. Das Eigenkapital ist um 4,0 Mio. € auf 373,6 Mio. € angestiegen.

Von dem durch die Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG an die Kommanditisten ausgeschütteten Gewinn in Höhe von 64,1 Mio. € entfällt ein Anteil von 32,2 Mio. € auf DSW21. Die zukünftige Ertragslage ist von der Ergebnissituation der GELSENWASSER AG und den Finanzierungskosten für die Beteiligung an der GELSENWASSER AG geprägt.

GELSENWASSER und der WGW wurde wie auch in den Vorjahren ein Rating von A- mit stabilem Ausblick erteilt. Die starke Marktposition von GELSENWASSER im Wasser- und Gasgeschäft in Nordrhein-Westfalen, die Stabilität des Cashflows und die Krisen-Resilienz in der gegenwärtigen Corona-Pandemie sowie das konservative Finanzmanagement von GELSENWASSER haben entscheidend zu dem guten Ergebnis beigetragen.

KSBG – STEAG
Gemeinsam mit fünf weiteren Stadtwerken ist DSW21 zum 31. Dezember 2020 mittelbar zu 100 % an der STEAG GmbH (STEAG) beteiligt. Die jeweiligen Anteile sind in der KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG (KSBG) gebündelt, die damit Alleingesellschafterin ist.

Der STEAG-Konzern ist ein national und international tätiges Unternehmen, das auf Basis seines integrierten Geschäftsmodells seinen Kunden Lösungen und Dienstleistungen in wesentlichen Teilen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette anbietet.

Zu den Kernkompetenzen gehören Planung, Realisierung und Betrieb von Energieerzeugungsanlagen, erneuerbaren Energie- und dezentralen Anlagen, der Strom- und Brennstoffhandel sowie mit der Energieerzeugung verbundene Dienstleistungen. Neben fossilen Brennstoffen sind Photovoltaik, Wind und Ersatz- sowie Spezialbrennstoffe Grundlagen für die Energieerzeugung.

In Deutschland betreibt der STEAG-Konzern zum 31. Dezember 2020 noch Großkraftwerke an sieben Standorten. Im Rahmen des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes (KVBG) wird STEAG den eigenen Kohlekraftwerkspark in Deutschland sukzessive vom Netz nehmen und endgültig stilllegen.

Die STEAG Beteiligungsgesellschaft mbH und die Siemens Project Ventures GmbH haben ein Projekt für den schlüsselfertigen Bau, Betrieb und die langfristige Wartung eines hochmodernen Gas- und Dampfkraftwerks (GuD-Kraftwerks) am bestehenden Standort in Herne begonnen.

International betreibt der STEAG-Konzern eigene Großkraftwerke in der Türkei, auf den Philippinen und in Kolumbien und arbeitet hierbei langjährig eng mit Partnern zusammen. In Deutschland betreibt der STEAG-Konzern rund 200 Anlagen zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien bzw. dezentrale Anlagen für die Industrie und Kommunen und zur Wärmeversorgung.

Darüber hinaus erzeugt der STEAG-Konzern Strom und Wärme aus Grubengas sowie der Verbrennung von Hausmüll und ist im Bereich der geothermischen Wärmegewinnung tätig. Zudem ist der STEAG-Konzern Fernwärmeversorger und Contracting-Anbieter sowie Betreiber von Biomasse-Anlagen.

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2020 ist wesentlich geprägt durch die Corona-Pandemie, die Verabschiedung des Gesetzes zur Reduzierung und zur Beendigung der Kohleverstromung (KVBG) sowie das Transformationsprojekt »FUTURE«.

Die Corona-Pandemie hat zu erheblichen Veränderungen geführt. Der Umgang mit der Pandemie hatte Auswirkungen auf die finanzielle und wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2020, die sich seit dem Beginn des zweiten Quartals in der Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung negativ widergespiegelt haben. Darüber hinaus haben die Auswirkungen der CoronaPandemie die Auslastungen in einigen Geschäftsbereichen des STEAG-Konzerns beeinträchtigt. Kurzarbeit wurde beim Technischen Service, der STEAG Fernwärme, der STEAG Power Minerals und auch im Bereich der Materialwirtschaft umgesetzt. In der Spitze waren 166 Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Mit dem Inkrafttreten des KVBG am 14. August 2020 wurde der Ausstieg aus der Steinkohleverstromung in Deutschland wirksam.

Das KVBG regelt einen vollständigen Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland bis spätestens zum Jahr 2038, wobei für Steinkohlekraftwerke eine frühere Stilllegung vorgesehen ist. Die auf Basis der verkürzten Laufzeitannahmen ermittelten erzielbaren Beträge der Kraftwerke deckten die Buchwerte nicht. In der Folge wurden Wertminderungen auf das Sachanlagevermögen sowie auf im Vorratsvermögen gehaltene Ersatz- und Magazinmaterialien in erheblichem Umfang notwendig.

In der ersten Stilllegungsauktion für Steinkohlekraftwerke am 1. Dezember 2020 wurde der Block Walsum 9 bezuschlagt und darf ab Januar 2021 nicht mehr am Strommarkt teilnehmen. Endgültig vom Netz genommen wird er voraussichtlich zum 1. Juli 2021, sofern die Bundesnetzagentur den Block in der nun beginnenden mehrmonatigen Überprüfung nicht als systemrelevant einstuft. Auch an der zweiten Stilllegungsauktion am 4. Januar 2021 hat sich STEAG beteiligt.

STEAG setzt im Rahmen des Projekts »FUTURE« den aufgrund gewandelter Marktbedingungen sowie der Beendigung der Kohleverstromung in Deutschland notwendigen Transformationsprozess um. Strategische Geschäftsbereiche sind zukünftig »Renewables« (Erneuerbare Energien), »Energy Solutions« (Dienstleistungen und Energielösungen), »Asset Management« (Anlagen und Beteiligungen) und »STEAG Verbundkraftwerke« (Ausstiegspfad der Steinkohleverstromung der Verbundkraftwerke in Deutschland).

Diese werden ergänzt durch die Querschnittsfunktionen »Trading« (Handelsgeschäft), »Digital« sowie »Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen« (interne Prozesse und Verwaltungsfunktionen).

In Zusammenhang mit dem Transformationsprojekt »FUTURE« und den Kraftwerksschließungen infolge der Umsetzung des KVBG hat STEAG den Abbau von ca. 1.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2024 angekündigt. Die daher notwendigen Rückstellungen führen zusammen mit den vorgenannten Wertminderungen auf Sachanlage- und Vorratsvermögen im Geschäftsjahr 2020 zu einem negativen Eigenkapital im Konzern.

Für das Jahr 2021 werden auf Ebene der STEAG GmbH Verluste erwartet, denen Sondereffekte entgegenwirken. Die von der STEAG GmbH für den Mittelfristplanungszeitraum vorgelegten Ergebnisabführungen sind erst ab dem Jahr 2023 wieder ausreichend, um den Kapitaldienst inklusive Zinsaufwand sowie Betriebsaufwendungen der KSBG zu bedienen.

Der Liquiditätsbedarf für die Anforderungen aus dem KVBG sowie für den Kapitaldienst der STEAG kann nach heutiger Annahme durch Maßnahmen der Innenfinanzierung gedeckt werden. Diese Annahme wird durch für die Jahre 2021 und 2022 geplante Beteiligungsveräußerungen in erheblichem Umfang gestützt. Die insoweit gegebene Durchfinanzierung der STEAG wird außerdem gutachterlich geprüft. Die Umsetzung des Transformationsprozesses ist von der Zustimmung zahlreicher Finanzierungspartner auf KSBG- und STEAG-Ebene abhängig. KSBG und STEAG befinden sich in Gesprächen mit den finanzierenden Banken und Kreditversicherern, um hierfür Lösungen zu finden. Die Lösungsfindung soll die Durchfinanzierung dauerhaft absichern.

Lebensräume

Lebensräume
DOGEWO21
DOGEWO21 errichtet, betreut, bewirtschaftet und verwaltet Wohnungen in allen Rechts- und Nutzungsformen.

Für das Geschäftsjahr 2020 erzielte DOGEWO21 einen Jahresüberschuss von rund 6,7 Mio. € nach Ertragssteuern gegenüber 4,6 Mio. € im Vorjahr (+2,1 Mio. €). In 2020 schüttete DOGEWO21 2,4 Mio. € an DSW21 aus. Für 2021 plant DOGEWO21 ein Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von 8,0 Mio. €.

Der Bestand hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2019 durch den Erwerb von drei Mehrfamilienhäusern in Dortmund-Kley um 38 Wohnungen nebst 49 Garagen sowie durch den Neubau von 32 Garagen in Dortmund-Benninghofen erhöht. Demgegenüber steht der Abgang von drei Garagen durch Zusammenlegung. Die Leerstandsquote lag mit 1,35 % (Vorjahr 1,26 %) insgesamt auf einem unverändert sehr niedrigen Niveau. Die Zunahme der Leerstände resultiert insbesondere daraus, dass unter den Bedingungen der Corona-Pandemie teilweise keine direkten Anschlussvermietungen erfolgen konnten.

Die Durchschnittsmiete konnte durch Marktanpassungen und Mietsteigerungen bei Wiedervermietungen von 5,56 €/m² in 2019 um rund 2 % auf 5,67 €/m² in 2020 erhöht werden.

DOGEWO21 hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 11,2 Mio. € (Vorjahr 10,4 Mio. €) in die Verbesserung des Wohnungsbestandes sowie 4,2 Mio. € (Vorjahr 4,4 Mio. €) in Neubaumaßnahmen investiert.

Hohenbuschei
Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 0,3 Mio. € ab.

Der Umsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 0,6 Mio. € auf rund 1,0 Mio. € verringert. Das Ergebnis nach Steuern hat sich verbessert. Die Ursache hierfür liegt in der fast vollständigen Vermarkung der Grundstücke.

Im Bereich der Gewerbeflächen wird aktuell durch Hoff und Partner das dritte Gebäude am Löwenkreisel errichtet. Auf einem 5.200 m² großen Grundstück entsteht, das sogenannte »LUVis-Gebäude«. Derzeit laufen die Fassaden- und Ausbauarbeiten. Nach geplanter Fertigstellung im Sommer 2021 wird das Gebäude eine Bildungsakademie mit rd. 2.900 m² Nutzfläche beherbergen.

Initiiert durch Borussia Dortmund, wurde die Idee für ein Projekt mit dem Namen »Gesundheitswelt BVB« entwickelt. Es werden derzeit erste Gebäudekonzepte für die insgesamt ca. 7.400 m² Grundstücksfläche erstellt. Parallel werden Gespräche über ein mögliches Betreiberkonzept geführt.

Das gesamte Gewerbegebiet Hohenbuschei umfasst eine Fläche von rund 75.000 m². Hiervon sind aktuell noch etwa 19.400 m² unbebaut. Mit den laufenden Planungen sind alle Gewerbeflächen belegt.

Die vier Geschosswohnungsbauprojekte entlang der Hohenbuschei-Allee schreiten weiter voran. Bei der Baumaßnahme von »Wilma« (Eigentumswohnungen) konnten Ende 2020 die ersten Wohnungen bezogen werden. Auch bei den restlichen drei Geschosswohnungsbauprojekten gehen die Fassaden- und Ausbauarbeiten stetig voran. Eine Fertigstellung der Gebäude zeichnet sich zum Sommer 2021 ab.

Stadtkrone Ost
Öffentlicher Zweck der Gesellschaft ist die Entwicklung und Vermarktung des Geländes an der Stadtkrone Ost. Die Gesellschaft verfügt nicht über eigene Mitarbeiter*innen.

Als finanzielle Leistungsindikatoren dienen der Gesellschaft die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Die Umsatzerlöse liegen mit rund 2,1 Mio. € um rund 8,0 Mio. € unter der Planzahl von rund 10,1 Mio. €. Die Planunterschreitung wird durch die noch nicht ergebniswirksam abgeschlossenen Kaufverträge mit der Continentale Krankenversicherung und einem weiteren Investor hervorgerufen. Die Grundstücksaufwendungen liegen mit rund 0,5 Mio. € dementsprechend weit unter dem Planwert von rund 3,2 Mio. €. Der Finanzplan prognostizierte einen Jahresüberschuss in Höhe von rund 6,2 Mio. €. Er wird durch die Umsatzerlöse in Höhe von rund 2,1 Mio. € sowie die Auflösung von Rückstelllungen in Höhe von rund 0,4 Mio. € nicht erreicht und beläuft sich auf rund 1,5 Mio. €.

Für das Geschäftsjahr 2021 plant die Gesellschaft bei erwarteten Umsatzerlösen von 8,3 Mio. € mit einem Jahresergebnis in Höhe von rund 5,4 Mio. €.

Aktuell wird die Gesellschaft die Vermarktungsaktivitäten zur Veräußerung des letzten noch verbliebenen Grundstücks an der Freie-VogelStraße fortsetzen.

d-Port Entwicklungsgesellschaft mbH
Gegenstand des Unternehmens sind der Erwerb, das Halten und Verwalten, die Entwicklung, die Vermarktung und Veräußerung von Immobilienvermögen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 1,0 Mio. €.

Der Dortmunder Hafen ist ein Industrie- und Logistikstandort von internationaler Bedeutung. Mit der Entwicklung der südlichen und nördlichen Speicherstraße sowie des ehemaligen Knauf-Interfer-Geländes (Bülowstraße 12) und der damit verbundenen städtebaulichen Öffnung des Hafenquartiers zur Dortmunder Nordstadt, wird der klassische Hafen um urbane Nutzungen erweitert.

Ziel der Gesellschaft ist die Entwicklung und Vermarktung des Hafenquartiers »Nördliche Speicherstraße am Schmiedinghafen«. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist insbesondere geprägt durch die erworbenen Grundstücke von Knauf Interfer SE, Essen, und der Dortmunder Hafen AG sowie den begonnenen Herrichtungsarbeiten. Die insgesamt erworbene Grundstücksfläche beläuft sich auf etwa 60.994 m².

Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -247 Tsd. € (Vorjahr: -229 Tsd. €) abgeschlossen. Den durch Vermietung erzielten Umsatzerlösen in Höhe von rund 79 Tsd. € stehen Aufwendungen in Höhe von rund 268 Tsd. € gegenüber.

Datennetze

Datennetze
DOKOM21

Die Entwicklungen im Breitbandmarkt sind auch weiterhin durch die Breitbandziele und die damit verbundenen Förderprogramme geprägt. Die Förderprogramme werden durch die Bundesregierung und die EU-Kommission – ausgelöst nicht zuletzt durch die Folgen der Corona-Pandemie wie Homeoffice, Homeschooling, Nutzung von Streaming- und Gamingdiensten usw. – weiter verstärkt. Die bayerische Gigabiterichtlinie wurde bereits durch die EU-Kommission genehmigt. Die Förderprogramme basieren zwar weiterhin auf der »Technologieneutralität«, tatsächlich aber ist die Förderung durch die ausgegebenen Förderziele nur mit Glasfaserausbau möglich. Die Komplexität der Förderprogramme nimmt im Gegensatz zu den Aussagen der Ministerien weiterhin zu.

Die bestehenden Förderprogramme binden bereits heute einen Großteil der vorhandenen Kapazitäten für den „Leitungs-Tiefbau“. Eine weitere massive Förderung führt zu einer Überhitzung des Marktes und zu erheblichen Kostensprüngen für Tiefbau, Glasfaserkabel und entsprechende Materialien für Glasfaseranschlüsse.

Die politisch motivierten Förderprogramme werden durch ihre negativen Auswirkungen auf die Kosten und die Strahlkraft von geförderten Niedrigpreisen ohnehin zur Belastung des »eigenwirtschaftlichen Ausbaus« der Netzbetreiber.

Ergänzend sei bemerkt, dass die Deutsche Telekom – nachdem Sie den Wünschen zum Breitbandausbau der Wirtschaft und der Kommunen jahrelang nicht nachgekommen war – in Gewerbegebieten, in denen Glasfaserausbau inzwischen durch andere Netzbetreiber mit nennenswerter Kundendurchdringung erfolgte, entgegen allen Bekundungen zur Koordination und Optimierung der Investitionen aller Marktteilnehmer nun doch ein eigenes Glasfasernetz entstehen lässt. Dieser sogenannte Überbau führt, spätestens zum Ablauf der Mindestvertragslaufzeiten mit den Kunden, zu einer deutlichen Preiseruption.

DOKOM21 kann sich trotz positiver Erlösentwicklung den Auswirkungen des Marktes nicht ganz entziehen, so dass sich die Preiskostenschere im Ergebnis bemerkbar machte.

Das Geschäftsjahr 2020 wurde mit einem Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 4,9 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €) abgeschlossen. Die Umsatzerlöse bewegen sich mit 24,0 Mio. € um 6,1 Mio. € unter dem Vorjahr.

Der Umsatz im Privatkundenbereich lag bei rund 6,4 Mio. €.

Die Steigerung der Umsätze im Multimediabereich konnte den Privatkundenumsatz nicht nur weiter stabilisieren, sondern lag 7 % über dem Vorjahresniveau.

Im Bereich der klassischen Dienste belief sich der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf rund 2,3 Mio. € und lag damit um rund 5 % über dem Planansatz von rund 2,2 Mio. €. Dies beruhte im Wesentlichen auf höheren Leistungen im Bereich LAN (Local Area Network) für die Gesellschafter.

Der Umsatz der Geschäftskundensparte lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 19,2 Mio. € (Vorjahr: rund 17,3 Mio. €). Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 11 %. Hauptursächlich waren hierfür strategische Geschäftsfelder wie Kabel-TV für die Wohnungswirtschaft, Rechenzentrumsleistungen für Geschäftskunden und Netzbetreiber, hochwertige Dienste nahe der Glasfaserinfrastruktur sowie CloudTelefonanlagen.

Ertragslage DSW21

Ertragslage DSW21
Der DSW21-Konzern hat im Geschäftsjahr 2020 einen Konzern-Jahresfehlbetrag in Höhe von -52,3 Mio. € (Vorjahr: -35,6 Mio. €) erzielt. Hierin enthalten sind die Aufwendungen für die Verzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von rund 102,1 Mio. € (Vorjahr: rund 111,7 Mio. €). Zum Anstieg der Umsatzerlöse hat insgesamt die Versorgungssparte beigetragen. Dem standen Pandemie-bedingte Umsatzrückgänge bei DSW21 und Dortmund Airport gegenüber.

Die Umsatzerlöse belaufen sich im Berichtszeitraum auf 1.185,3 Mio. € (Vorjahr: 1.164,9 Mio. €) und entfallen insbesondere auf den Energiesektor mit 860,6 Mio. € und den Verkehrsbereich mit 124,9 Mio. €. Der Materialaufwand stieg von 708,6 Mio. € auf 741,3 Mio. € und ist im Wesentlichen durch den Energie- und Wasserbezug geprägt.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 24,6 Mio. € auf 54,4 Mio. € basierte insbesondere auf Erträgen aus dem ÖPNV-Rettungsschirm.

Der Personalaufwand ist im Berichtszeitraum um 3,1 Mio. € auf 269,7 Mio. € gestiegen. Die Aufwendungen für die Altersversorgung sind um rund 6,6 Mio. € gesunken, für Löhne und Gehälter um rund 8,8 Mio. € gestiegen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen gegenüber dem Vorjahr um rund 4,7 Mio. € auf 91,5 Mio. €. Davon entfallen 87,9 Mio. € auf Abschreibungen des Sachanlagevermögens.

Im Konzern verteilen sich diese überwiegend auf die Energiesparte, die Wohnungswirtschaft sowie den ÖPNV.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von rund 92,1 Mio. € auf rund 93,3 Mio. €. Hauptursächlich hierfür war DOGEWO21 mit 13,8 Mio. € (2019: 12,0 Mio. €).

Unter der Position »Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen« werden im Wesentlichen die nach der Equity-Methode ermittelten Anteile an den Jahresergebnissen 2020 der Stadtwerke Schwerte (2,1 Mio. €), die Anteile an den Konzernjahresüberschüssen der WGW (22,0 Mio. €) sowie der EDG (6,1 Mio. €) ausgewiesen.

Die Verluste aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen beinhalten im Wesentlichen die KSBG (-11,7 Mio. €) und die GreenPocket GmbH (-0,9 Mio. €). Die Erträge aus Beteiligungen betreffen im Wesentlichen die KEB (19,6 Mio. €).

Gegenüber der Prognose (-21,0 Mio. €) hat sich das Jahresergebnis (-52,3 Mio. €) insbesondere aufgrund eines geringeren Beteiligungsergebnisses, das durch den Verlust der KSBG beeinflusst ist, verschlechtert.

Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 um rund 57,0 Mio. € auf rund 3,2 Mrd. € erhöht.

Auf der Aktivseite der Konzernbilanz beträgt das Anlagevermögen 2,9 Mrd. €; im Vorjahr waren es 2,8 Mrd. €. Es setzt sich wesentlich aus Sachanlagen der Energie- und Wohnungswirtschaft (1,5 Mrd. €) sowie aus dem ÖPNV und Finanzanlagen (1,4 Mrd. €) zusammen.

Im Konzern sind die Investitionen in das Sachanlagevermögen um 52,0 Mio. € auf 195,6 Mio. € gestiegen. Im Wesentlichen entfielen diese Investitionen auf die Netzinfrastruktur, auf den Energiebereich, auf den Wohnungsbau sowie auf die Verkehrsinfrastruktur und Fahrzeuge.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind die Finanzanlagen mit 1,4 Mrd. € nahezu gleichgeblieben.

Sie verteilen sich insbesondere auf Wertpapiere des Anlagevermögens mit 585,6 Mio. €, Beteiligungen mit 420,3 Mio. € und auf Anteile an assoziierten Unternehmen mit 321,6 Mio. €. In den Wertpapieren des Anlagevermögens sind Anteile an Wertpapierspezialfonds sowie an einem Wertpapier-Depot enthalten.

Die Konzernbilanz weist Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 145,9 Mio. € aus.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten insbesondere Forderungen aus abgerechneten Energie- und Wasserlieferungen sowie aus Nebengeschäften, aus Hafenbetrieb und Liegenschaftsverwaltung, Luftfahrtgesellschaften, aus Telekommunikationsleistungen sowie aus Netznutzungsentgelten. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umfassen vor allem den Gewinnanspruch gegenüber der WGW.

Das Eigenkapital im Konzern betrug am Bilanzstichtag 473,0 Mio. € (Vorjahr: 527,0 Mio. €) und führte zu einer Eigenkapitalquote von 14,7 %. Die Veränderung des Eigenkapitals war insbesondere auf den Jahresfehlbetrag zurückzuführen.

Die Rückstellungen für das Geschäftsjahr 2020 beliefen sich auf 1,4 Mrd. € und erhöhten sich damit um 96,0 Mio. €. Einen wesentlichen Anteil haben die Pensionsverpflichtungen mit einem Zuwachs von 69,5 Mio. € auf rund 1,1 Mrd. €.

Für das Geschäftsjahr 2020 werden Verbindlichkeiten von insgesamt 1.227,8 Mio. € ausgewiesen, von denen rund 1,1 Mrd. € auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen. Hier ist ein Anstieg um 59,1 Mio. € zu verzeichnen.
Der DSW21-Konzern hat im Geschäftsjahr 2020 einen Konzern-Jahresfehlbetrag in Höhe von -52,3 Mio. € (Vorjahr: -35,6 Mio. €) erzielt. Hierin enthalten sind die Aufwendungen für die Verzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von rund 102,1 Mio. € (Vorjahr: rund 111,7 Mio. €). Zum Anstieg der Umsatzerlöse hat insgesamt die Versorgungssparte beigetragen. Dem standen Pandemie-bedingte Umsatzrückgänge bei DSW21 und Dortmund Airport gegenüber.

Die Umsatzerlöse belaufen sich im Berichtszeitraum auf 1.185,3 Mio. € (Vorjahr: 1.164,9 Mio. €) und entfallen insbesondere auf den Energiesektor mit 860,6 Mio. € und den Verkehrsbereich mit 124,9 Mio. €. Der Materialaufwand stieg von 708,6 Mio. € auf 741,3 Mio. € und ist im Wesentlichen durch den Energie- und Wasserbezug geprägt.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 24,6 Mio. € auf 54,4 Mio. € basierte insbesondere auf Erträgen aus dem ÖPNV-Rettungsschirm.

Der Personalaufwand ist im Berichtszeitraum um 3,1 Mio. € auf 269,7 Mio. € gestiegen. Die Aufwendungen für die Altersversorgung sind um rund 6,6 Mio. € gesunken, für Löhne und Gehälter um rund 8,8 Mio. € gestiegen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen gegenüber dem Vorjahr um rund 4,7 Mio. € auf 91,5 Mio. €. Davon entfallen 87,9 Mio. € auf Abschreibungen des Sachanlagevermögens.

Im Konzern verteilen sich diese überwiegend auf die Energiesparte, die Wohnungswirtschaft sowie den ÖPNV.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von rund 92,1 Mio. € auf rund 93,3 Mio. €. Hauptursächlich hierfür war DOGEWO21 mit 13,8 Mio. € (2019: 12,0 Mio. €).

Unter der Position »Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen« werden im Wesentlichen die nach der Equity-Methode ermittelten Anteile an den Jahresergebnissen 2020 der Stadtwerke Schwerte (2,1 Mio. €), die Anteile an den Konzernjahresüberschüssen der WGW (22,0 Mio. €) sowie der EDG (6,1 Mio. €) ausgewiesen.

Die Verluste aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen beinhalten im Wesentlichen die KSBG (-11,7 Mio. €) und die GreenPocket GmbH (-0,9 Mio. €). Die Erträge aus Beteiligungen betreffen im Wesentlichen die KEB (19,6 Mio. €).

Gegenüber der Prognose (-21,0 Mio. €) hat sich das Jahresergebnis (-52,3 Mio. €) insbesondere aufgrund eines geringeren Beteiligungsergebnisses, das durch den Verlust der KSBG beeinflusst ist, verschlechtert.

Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 um rund 57,0 Mio. € auf rund 3,2 Mrd. € erhöht.

Auf der Aktivseite der Konzernbilanz beträgt das Anlagevermögen 2,9 Mrd. €; im Vorjahr waren es 2,8 Mrd. €. Es setzt sich wesentlich aus Sachanlagen der Energie- und Wohnungswirtschaft (1,5 Mrd. €) sowie aus dem ÖPNV und Finanzanlagen (1,4 Mrd. €) zusammen.

Im Konzern sind die Investitionen in das Sachanlagevermögen um 52,0 Mio. € auf 195,6 Mio. € gestiegen. Im Wesentlichen entfielen diese Investitionen auf die Netzinfrastruktur, auf den Energiebereich, auf den Wohnungsbau sowie auf die Verkehrsinfrastruktur und Fahrzeuge.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind die Finanzanlagen mit 1,4 Mrd. € nahezu gleichgeblieben.

Sie verteilen sich insbesondere auf Wertpapiere des Anlagevermögens mit 585,6 Mio. €, Beteiligungen mit 420,3 Mio. € und auf Anteile an assoziierten Unternehmen mit 321,6 Mio. €. In den Wertpapieren des Anlagevermögens sind Anteile an Wertpapierspezialfonds sowie an einem Wertpapier-Depot enthalten.

Die Konzernbilanz weist Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 145,9 Mio. € aus.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten insbesondere Forderungen aus abgerechneten Energie- und Wasserlieferungen sowie aus Nebengeschäften, aus Hafenbetrieb und Liegenschaftsverwaltung, Luftfahrtgesellschaften, aus Telekommunikationsleistungen sowie aus Netznutzungsentgelten. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umfassen vor allem den Gewinnanspruch gegenüber der WGW.

Das Eigenkapital im Konzern betrug am Bilanzstichtag 473,0 Mio. € (Vorjahr: 527,0 Mio. €) und führte zu einer Eigenkapitalquote von 14,7 %. Die Veränderung des Eigenkapitals war insbesondere auf den Jahresfehlbetrag zurückzuführen.

Die Rückstellungen für das Geschäftsjahr 2020 beliefen sich auf 1,4 Mrd. € und erhöhten sich damit um 96,0 Mio. €. Einen wesentlichen Anteil haben die Pensionsverpflichtungen mit einem Zuwachs von 69,5 Mio. € auf rund 1,1 Mrd. €.

Für das Geschäftsjahr 2020 werden Verbindlichkeiten von insgesamt 1.227,8 Mio. € ausgewiesen, von denen rund 1,1 Mrd. € auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen. Hier ist ein Anstieg um 59,1 Mio. € zu verzeichnen.

Konzern-Kapitalflussrechnung

Dortmunder Stadtwerke Holding GmbH Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31.12.2020
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens Zunahme (+)/Abnahme (-) der Pensionsrückstellungen Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlageabgängen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) Sonstige Beteiligungserträge (-) Ertragsteueraufwand (+)/Ertragsteuerertrag (-) Ertragsteuerzahlungen (-/+) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen Erhaltene Zinsen (+) Erhaltene Dividenden (+) Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Eigenkapitalzuführungen (Finanz-) Krediten Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten Ausschüttungen (-) der Tochtergesellschaften an Dritte Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen (+) Gezahlte Zinsen (-) Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds Finanzmittelfonds am Anfang der Periode Finanzmittelfonds am Ende der Periode

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Im Geschäftsjahr 2020 belief sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf 79,5 Mio. € und war insbesondere durch die Zunahme der Pensionsrückstellungen mit 69,5 Mio. € geprägt.

Cashflow aus Investitionstätigkeit
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthielt Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 207,3 Mio. €. Die in 2020 erhaltenen Dividenden in Höhe von rund 39,8 Mio. € betrafen insbesondere die WGW und KEB.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Innerhalb des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit entfielen 35,6 Mio. € auf die Tilgung von Darlehen sowie rund 94,7 Mio. € auf die Aufnahme von Darlehen. Die gezahlten Zinsen beliefen sich auf 29,3 Mio. €. Der Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag in Höhe von rund 52,0 Mio. € bestand ausschließlich aus liquiden Mitteln.

Risiken und Chancen
Jedes unternehmerische Handeln birgt Chancen, aber auch Risiken. Die Risiken für die Holding GmbH ergeben sich aus den Geschäftstätigkeiten der Tochter- und Beteiligungsunternehmen sowie den Themen des ÖPNV von DSW21.

Ziel des Risikomanagements ist die langfristige Sicherung der Unternehmensziele und des Unternehmenserfolges durch frühzeitiges Erkennen von Risiken sowie die Implementierung geeigneter Maßnahmen.

Im Konzern existiert ein unternehmensinternes IT-basiertes Risikomanagementsystem, das die systematische Erfassung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken kontinuierlich gewährleistet. Die Risiken bestehen aus den Dimensionen »Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos in Prozent« und »Erwartetes Risikopotenzial nach Kategorien bemessen«.

Durch das Risikomanagementsystem werden die Geschäftsführung, der Aufsichtsrat und die Stadt Dortmund fortlaufend in standardisierter Form über die aktuelle Risikolage informiert. Das System wird regelmäßig durch die interne Revision auf Ordnungsmäßigkeit und Funktionsfähigkeit überprüft. Im Berichtszeitraum bestanden keine den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährdende Risiken. Insgesamt bestehen im Wesentlichen folgende Risiken und Chancen:

Durch das allgemein sinkende Zinsniveau sinkt auch der durch die Bundesbank festgelegte Zinssatz für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen. Die Höhe dieser Rückstellungen wird durch finanzmathematische Gutachten für den DSW21-Konzern ermittelt und in den Wirtschaftsplanungen berücksichtigt.

DSW21 ist mit 36 % an der KSBG beteiligt, die wiederum 100 % an der STEAG hält.

Die sich aus der strategischen Ausrichtung ergebenden Chancen und insbesondere die geplanten Investitionen in Wachstumsfelder sollen künftig dazu beitragen, dass der STEAGKonzern erfolgreich im Energiemarkt positioniert sein wird.

Parallel hierzu werden Risiken aus dem Geschäftsumfeld und den Aktivitäten des Konzerns im Rahmen der Risikostrategie systematisch identifiziert, gesteuert und überwacht. Mitte 2020 wurde das Kohleverstromungsbeendigungsgesetz beschlossen. Hiernach hat bis 2038 ein vollständiger Ausstieg aus der Kohleverstromung zu erfolgen. Die erfolgreiche Umsetzung des eingeleiteten Sanierungskonzepts ist

Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Liquidität des STEAG-Konzerns.

Risiken für DEW21 und den DEW21-Teilkonzern liegen u. a. in den Vertriebsrisiken.

Im Wesentlichen besteht ein Risiko darin, dass die Absatzmengen bzw. die Margen gegenüber der Planung sinken. Diese Risiken werden in der Gesamtbetrachtung mitaggregiert.

Mit der Kommunalen Gasspeichergesellschaft Epe mbH & Co. KG (KGE) hat DEW21 im Jahr 2010 einen langfristigen Speichernutzungsvertrag zur Einspeisung, Lagerung und Ausspeisung von Erdgas abgeschlossen. Zur Sicherung der Speicherkapazitäten beziehungsweise für den Speicherzugang ist ein Entgelt zu entrichten, dass sich aus einem Leistungs- und Arbeitspreis zusammensetzt. Aufgrund der aktuellen Marktsituation am Gasmarkt, an dem der handelbare preisliche Unterschied zwischen Sommer- und Wintergas für das nächste Jahr zum Berichtszeitpunkt nur etwa 1,11 €/MWh beträgt, ist es in der Regel nicht möglich, dieses Entgelt durch saisonale Aus- und Einspeisung alleine zu erwirtschaften. Darum versucht die aktuelle Bewirtschaftungsstrategie, auch mittelfristige Differenzen zwischen Ein- und Ausspeicherpreisen, die zum Beispiel durch Marktverwerfungen in der Coronakrise am Termin und Spotmarkt auftreten, auszunutzen. Den Gesamtrisiken bei der Erdgasspeicherbewirtschaftung wird mit einer Drohverlustrückstellung in ausreichender Höhe entgegengewirkt.

Es bestehen Betriebsrisiken in den komplexen Anlagen des Versorgungsbereiches. Längere Betriebsstörungen können die Ertragslage beeinträchtigen.

DEW21 und DONETZ begegnen diesen Ausfallrisiken mit umfangreichen Instandhaltungs- und Erneuerungsprogrammen. Zusätzlich werden die finanziellen Konsequenzen der Betriebsrisiken durch Versicherungen begrenzt.

Für DSW21 bietet sich die Möglichkeit, durch ein Nahverkehrsangebot, das auf sich wandelnde Bedürfnisse der Fahrgäste und auf die gesellschaftliche sowie die städtische Entwicklung abgestimmt ist, Fahrgastzuwächse zu generieren. Diese können mit zu einer Verbesserung der Verkehrserlöse und des Betriebsergebnisses Verkehr beitragen.

Zusätzliche Chancen von DSW21 und der Unternehmensgruppe bestehen darin, weitere Beteiligungen als langfristiges Engagement einzugehen oder Kooperationen auszubauen. Insbesondere die Digitalisierung bietet Möglichkeiten, die Branchen- und Regionen-übergreifend auszuschöpfen sind. Für die DSW21-Gruppe als Verkehrsträger sei hier auf die Mobilitätsinitiative »Mobility Inside« verwiesen.

Der Luftverkehr in Deutschland ist seit März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie stark rückläufig. Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr erfolgte ab Juni eine schrittweise Öffnung der Märkte.

In Verbindung mit der Entscheidung der Wizz Air, ab Juli mit drei in Dortmund stationierten Flugzeugen 18 zusätzliche Flugziele anzufliegen, erfolgte in den Sommermonaten eine schnelle Erholung, so dass die Passagierzahlen im August bereits 72 % des Vorjahresniveaus erreichten. Ab dem Monat September wurden jedoch zunehmend Zieldestinationen als Risikogebiete eingestuft. Entsprechend entwickelte sich der Verkehr wieder nachhaltig rückläufig.

In der EU-Entscheidung vom 23. Juli 2014 wurden die erhaltenen Beihilfen als mit den EU-Vorschriften vereinbar angesehen. Nach den neuen EU-Leitlinien muss der Flughafen Dortmund spätestens zehn Jahre nach Beginn des Übergangszeitraums die volle Deckung seiner Betriebsaufwendungen nach Definition der neuen EU-Leitlinien erreicht haben. Die Erreichung dieses Ziels ist wesentlich von der zukünftigen Passagierentwicklung abhängig, die jedoch insbesondere auf Regionalflughäfen nicht mit hinreichender Belastbarkeit für einen solchen Zeitraum vorhersehbar ist. Damit besteht das Risiko, dass die geforderte Deckung unter Umständen nicht erreicht wird. Da nach dem Übergangszeitraum weitere Betriebsbeihilfen für Flughäfen grundsätzlich als mit dem Binnenmarkt unvereinbar erachtet werden, besteht für den Eintritt dieses Falls ein bestandsgefährdendes Risiko.

Der Flughafen Dortmund hat einen auf den Vorgaben der neuen EU-Leitlinien basierenden

Wirtschaftsplan (ohne COVID-19-Schäden) für den Übergangszeitraum erstellt, der den Weg aufzeigt, wie die erwartete operative Finanzlücke sukzessive innerhalb dieses Zeitraums geschlossen wird.

Das Risiko des Nichterreichens des ausgeglichenen EU-Ergebnisses bis zum Ende des Übergangszeitraums bleibt gleichwohl bestehen. Insgesamt wird die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos nunmehr aber in Anbetracht der wirtschaftlichen Situation (ohne COVID-19Schäden) als gering eingestuft, zumal derzeit eine Evaluierung der Leitlinien stattfindet, die zumindest eine Verlängerung des Übergangszeitraums als wahrscheinlich erscheinen lässt.

Der Flughafen Dortmund erwartet, dass das angestrebte Ziel eines ausgeglichenen EU-Ergebnisses im Sinne der EU-Leitlinien aus 2014 trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie innerhalb der Übergangszeitraums erreicht werden kann. Für die Betriebshilfen zum Ausgleich von COVID-19-Schäden wurde ein separates Notifizierungsverfahren eingeleitet. Dieser Ausgleich für Schäden aus COVID-19 ist juristisch und buchhalterisch von dem auf den Vorgaben der neuen EU-Leitlinien basierenden Wirtschaftsplan zu trennen.

Die dynamische Entwicklung der Pandemie in der Wintersaison 2020/21 in Verbindung mit sich ständig verändernden Quarantäneregelungen hat zu einem weiteren spürbaren Rückgang der Passagierzahlen am Dortmund Airport geführt. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung ist es in der Wintersaison nicht zu einer durchgreifenden Erholung der Passagierzahlen gekommen. Der Flughafen setzt dementsprechend auch weiterhin Maßnahmen zur Kostenreduzierung um und nutzt dabei insbesondere das Instrument der Kurzarbeit.

Der Dortmund Airport hat bereits im April 2020 ein separates Notifizierungsverfahren für COVID19-Betriebsbeihilfen bei der EU-Kommission eingeleitet. Die Anmeldung des Flughafens Dortmund wurde am 22. April 2020 bei der EUKommission eingereicht. Sie betrifft Zuschüsse auf der Grundlage von Art. 107 Abs. 2b AEUV. Die Mittel ergänzen den Beschluss der Kommission vom 05. Juli 2019. Am 11. August 2020 genehmigte die EU-Kommission ein flächendeckendes Beihilfenschema der Bundesrepublik Deutschland (mit dem Titel Bundesrahmenregelung Beihilfe Flugplätze, kurz »BRR-Flugplätze«), sodass die EU-Kommission ihre Prüfung der Einzelanmeldungen des Dortmund Airport zurückstellte.

Da die Voraussetzungen der BRR-Flugplätze durch den Flughafen Dortmund eingehalten sind, konnten Notbeihilfen zur Deckung COVID19-bedingter Verluste des Flughafens Dortmund begründet werden. Die Einzelanmeldung konnte zurückgezogen werden.

Noch im Dezember 2020 hat die EU-Kommission eine Verlängerung des Beihilfenschemas gebilligt. Somit muss Dortmund Airport auch für das kommende Jahr eine sachgerechte Rechtfertigung künftiger im Zusammenhang mit COVID19 stehender Schadensausgleiche nachweisen und dokumentieren.

Dortmund Airport hat aufgrund seiner Struktur und der Lage im urbanen Raum grundsätzlich die Voraussetzungen, bei einem entsprechenden Anstieg der Nachfrage weitere Zuwachsraten im Verkehrsaufkommen zu realisieren. Im Vergleich zu Wettbewerbsflughäfen gerät der Flughafen Dortmund dagegen hinsichtlich der Länge der Start- und Landebahn zunehmend in eine kritische Marktposition. Ziel der kommenden Jahre wird es daher sein, die Marktposition des Flughafens auch durch infrastrukturelle Anpassungen zu sichern und damit die mittelfristige Verkehrsprognose zu erfüllen. Deshalb wurden Untersuchungen durchgeführt mit dem Ziel, den aktuellen Ausbaustand der Start- und Landebahn nach sicherheitsrelevanten, technischen, logistischen, ökologischen und finanziellen Kriterien zu bewerten. Im Ergebnis wurden die aktuellen Rahmenbedingungen für eine marktgerechte und zukunftsfähige Luftverkehrsinfrastruktur des Flughafens Dortmund ermittelt. Damit wurde eine Bewertungsgrundlage geschaffen, um über die Notwendigkeit einer Bahnverlängerung zu befinden. Vorausgehen soll die Verlegung der östlichen Landeschwelle um 300 m, um dadurch zumindest für die Hauptlanderichtung 2.000 m Landestrecke zur Verfügung stellen zu können. Das förmliche Verfahren wurde im ersten Halbjahr 2020 bei der Bezirksregierung Münster eingeleitet.

Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie ergeben sich seit Mitte März 2020 massive Auswirkungen, die sich auf unterschiedliche Weise in den Konzerngesellschaften niederschlagen. Bei der Holding GmbH sind hauptsächlich der öffentliche Personennahverkehr und Dortmund Airport davon betroffen. Es ist davon auszugehen, dass hiervon auch das Geschäftsjahr 2021 betroffen sein wird.

Um den Pandemie-bedingten Schaden im ÖPNV ausgleichen zu können, hatte der Bund einen ÖPNV-Rettungsschirm in Höhe von 2,5 Mrd. € für das Jahr 2020 bewilligt, von denen 500 Mio. € auf das Land NRW entfielen, welches seinerseits zusätzlich 200 Mio. € für den ÖPNV zur Verfügung stellte. Hiervon entfielen auf DSW21 20,9 Mio. € zum Ausgleich von Corona-bedingten Mindererlösen im Fahrbetrieb (inklusive Schwerbehindertenabgeltung).

Durch den erneuten Lockdown seit November 2020 werden auch in 2021 die Fahrgastzahlen und entsprechend die Fahrgeldeinnahmen das Vor-Corona-Niveau nicht erreichen. Der VDV geht in 2021 von Fahrgeldmindereinnahmen in Höhe von 3,5 Mrd. € aus. Die Verkehrsministerkonferenz hat bereits in ihrer Sitzung am 10. Dezember 2020 festgestellt, dass auch für 2021 ein Rettungsschirm für den ÖPNV in Höhe von rund 3,5 Mrd. € aufgespannt werden muss.

Der öffentliche Personennahverkehr erhält auch in 2021 finanzielle Unterstützung. Bundesregierung und Bundesländer verständigten sich darauf, einen Rettungsschirm II aufzuspannen, um den Verkehrsunternehmen zu helfen, die Corona-bedingten Einnahmeausfälle abzufedern. Insgesamt 2,0 Mrd. € – erneut je zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert – stehen bereit. Die nordrhein-westfälische Landesregierung wird zusätzlich rund 278 Mio. € freigeben. Das hat der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags am 6. Mai 2021 beschlossen.

Die Entwicklung der Tochtergesellschaften orientiert sich an den Marktanforderungen. So können Chancen unter dem Aspekt nachhaltiger Profitabilität genutzt werden. Auf diese Weise können in einem herausfordernden und dynamischen Umfeld Marktchancen von einzelnen Tochtergesellschaften gezielt aufgegriffen werden. Dadurch kann der Konzern seine Wettbewerbsfähigkeiten stärken. Zusätzliche Chancen bestehen darin, weitere Beteiligungen als langfristiges Engagement anzustreben oder Kooperationen auszubauen.

Corporate Governance
Der deutsche Corporate Governance Kodex enthält wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften sowie nationale Standards zur Unternehmensführung. Die Stadt Dortmund ist Alleingesellschafterin der Holding GmbH. Insofern treffen die Vorschriften des soeben genannten Kodexes nur bedingt auf den Konzern zu.

Am 29. März 2012 hat der Rat der Stadt Dortmund den Public Corporate Governance Kodex für die Stadt Dortmund (PCGK) beschlossen. Dieser enthält Standards für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung der städtischen Unternehmen. Der PCGK soll dazu dienen, die Transparenz und Effizienz im »Konzern Stadt Dortmund« zu optimieren. Dies geschieht analog zum Corporate Governance Kodex, der für börsennotierte Aktiengesellschaften gilt, durch Empfehlungen und Anregungen an die städtischen Unternehmen. Im Einzelnen verfolgt der PCGK folgende Ziele:

• Aufstellen von Standards für das Zusammenwirken aller Beteiligten (Rat, Beteiligungsverwaltung, kommunale Unternehmen)

• Förderung der effizienten Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat

• Verbesserung des Informationsflusses zwischen Beteiligungsverwaltung und kommunalem Unternehmen

• Absicherung der Ausrichtung am Gemeinwohl durch eine verbesserte Transparenz und Steuerungsmöglichkeit • Erhöhen des Vertrauens in Entscheidungen der Verwaltung und Politik

Finanzinstrumente
Zu den wesentlichen verwendeten Finanzinstrumenten gehören die Finanzanlagen sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus werden Zinsswaps zur Absicherung und Optimierung der Finanzkonditionen eingesetzt. Ziel ist es, finanzielle Risiken für den Konzern zu vermeiden beziehungsweise zu vermindern. Preis-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden im Rahmen der Finanzplanung kontinuierlich überwacht. Möglichen Risiken wird gegengesteuert.

Prognose
Die Holding GmbH muss sich in den kommenden Jahren den Belastungen bei den Pensionsrückstellungen durch die Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt sowie den Herausforderungen der Energiewende stellen.

In der Konzernplanung für das Geschäftsjahr 2021 beläuft sich das operative Ergebnis auf 39,0 Mio. €. Als Konzern-Jahresergebnis wird – insbesondere durch die Bewertung bei den Pensionsrückstellungen (85,0 Mio. €) – ein Verlust in Höhe von -50,0 Mio. € erwartet.

Im Energiebereich ist der Konzern einer zunehmenden Wettbewerbsintensität ausgesetzt. Die Energiewirtschaft befindet sich seit Jahren in einem fundamentalen Wandel. So wird Strom aus erneuerbaren Quellen in den Bereichen Mobilität und Wärme sowie in vielen industriellen Prozessen die Energieträger Erdöl und Erdgas ersetzen.

Kurz- bis mittelfristig erfordern Änderungen im Strommarktdesign, aber auch die Wärmewende, die Verkehrswende, die Stadtsanierung sowie Effizienzsteigerungen eine deutliche Veränderungsbereitschaft der Marktteilnehmer. Die Geschäftsmodelle von Stadtwerken sowie von regionalen und überregionalen Energieversorgungsunternehmen werden sich weiter stark verändern, eröffnen gleichzeitig, aber auch neue Potenziale.

Grundsätzlich sind Nahverkehrsleistungen in großstädtischen Ballungsräumen nicht kostendeckend zu erbringen. Neben den Investitionen in die neuen Hochflurstadtbahnwagen und Niederflurbusse werden in 2021 weitere Verbesserungen des Betriebsergebnisses Verkehr – wie z. B. die Optimierung des Leistungsangebotes – erzielt werden müssen. Der Fokus im Bereich der Telekommunikation liegt im kontinuierlichen Ausbau der Netzinfrastruktur. In Anbetracht der Markt- und Preisentwicklung, insbesondere für breitbandige Internetzugänge, ist ein stetiger Ausbau der eigenen Infrastruktur unumgänglich, damit eine nachhaltige Plattform zum Ausbau der strategischen Geschäftsfelder geschaffen wird. Dieser Ausbau wird und muss auch weiterhin im Rahmen der Wirtschaftlichkeit erfolgen. Der eigenwirtschaftliche Ausbau muss jedoch auch im Kontext der Breitbandziele der Bundesregierung gesehen werden. Das Breitbandausbauprojekt »Dortmund« im Rahmen des Förderprojektes bietet für DOKOM21 die Möglichkeit, die Glasfaserinfrastruktur strategisch über das gesamte Stadtgebiet zu erweitern. Das Projekt umfasst 3.199 Adresspunkte (7.532 Haushalte, 941 Unternehmen sowie 154 Institutionelle darunter 139 Schulen).

Das Investitionsvolumen für den geförderten Breitbandausbau beläuft sich auf insgesamt rund 100,0 Mio. €. Davon wird die Stadt 10 % tragen, der Rest wird durch Bund und Land übernommen.

Das Bevölkerungswachstum in Dortmund und die hiermit verbundene Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Wohnungen tragen weiterhin zu einer positiven Geschäftsentwicklung der wohnungswirtschaftlichen Aktivitäten des Konzerns bei. Auch in 2021 und den Folgejahren wird eine positive Entwicklung mit deutlichen Bewirtschaftungsüberschüssen erwartet.

Die Einschätzung zu der erwarteten Unternehmensentwicklung im Geschäftsjahr 2021 berücksichtigt noch nicht die möglichen Auswirkungen der aktuellen Corona-Pandemie. Gegenwärtig lassen sich

die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise, insbesondere die konjunkturellen Auswirkungen, noch nicht verlässlich einschätzen. Bestandsgefährdende Auswirkungen aufgrund der Corona-Pandemie sind aktuell nicht erkennbar.

Öffentlicher Zweck
Gemäß den Vorschriften des § 108 Abs. 3 Nr. 2 GO NRW ist festzustellen, dass die Dortmunder Stadtwerke Holding GmbH den satzungsmäßigen Aufgaben nachgekommen ist und die Vorschriften hinsichtlich der Berichterstattung beachtet wurden.

Dortmund, 14. Mai 2021

Dortmunder Stadtwerke Holding GmbH

Pehlke Jung Kraus Jacoby