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Dortmunds Bürgermeister und der *Sündenbock*

Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter .

Dortmund, 10. März 2010-

Bürgermeister Manfred Sauer übernimmt die Patenschaft über den Himalaya-Tahr-Bock im Zoo Dortmund.

Der Himalya-Tahr ist eine der ungewöhnlichsten Tierarten im Bestand des Zoos Dortmund. Bei Tahren handelt es sich um ziegen- oder schafähnliche Gebirgstiere. Doch Tahre sind Tahre. Sie haben von beidem etwas und unterscheiden sich doch so eklatant von gewöhnlichen Ziegen und Schafen, dass man sie schlicht in eine eigene Gattung stellt. Der wissenschaftliche Name Hemitragus bedeutet übersetzt etwa "Halbziege" und trifft es ziemlich genau. Tahre sind halb Ziege und halb Schaf.

Hintergrund:
Die bekannteste Art ist der Himalya-Tahr, der, wie der Name bereits andeutet, im Himalaya (vor allem Indien, Nepal und Bhutan) zu Hause ist, daneben aber auch in Neuseeland ausgewildert wurde. Die Tiere leben in mittlerer Höhe (um 4.000 Meter) in der Nähe der Baumgrenze, meist im dichten Wald. Nur die Muttertiere suchen im Frühjahr gelegentlich saftige Bergwiesen auf. Wie andere Gebirgstiere auch, können Tahre selbst an steilen Felshängen hervorragend klettern. Daß sie dies gerne tun, sieht man auch im Too, wo die Tiere jede sich bietende Möglichkeit nutzen, um zu klettern.

Daher hat man im Zoo Dortmund den Entschluß gefasst, die Tahre im einzigen Gehege unterzubringen, was ansatzweise "bergig" ist, nämlich dem Hang unterhalb der Waldschenke am Hohlweg zwischen Westfälischem Bauernhof und Otterhaus. Die Himalya-Tahre im Zoo Dortmund pflanzen sich regelmäßig fort und wurden von hier bereits in zahlreiche Zoos und Wildparks abgegeben.

Besonders beeindruckend sind die Tahr-Böcke, die bei dieser Art eine starke Hals- und Brustmähne tragen, ähnlich einer Löwenmähne, die sie besonders groß erscheinen lässt. Sie sind kräftig genug, um gleich dem biblischen Sündenbock ein gerüttelt Maß an Schuldnerlast tragen zu können.

Patenschaft:
Um den Zoo gerade in Zeiten schwieriger Finanzen zu unterstützen übernimmt der Bürgermeister Manfred Sauer nun die Patenschaft über den Gast aus Asien, verbunden mit der Hoffnung, dass es ihm möglichst viele Bürgerinnen und Bürger gleich tun mögen und den Zoo auf ähnliche Weise unterstützen. Denn viele andere Tiere im Bestand des Zoos warten noch auf einen paten oder eine Patin.

Nachricht vom 10.3.10 18:45

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Letzte Aktualisierung: Freitag, 10. September 2010 BP

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